San Francisco | OpenAI: Vereinbarung mit Pentagon zu KI-Verwendung
Nach Streit mit Anthropic
San Francisco (dpa) - Nach dem Streit zwischen dem Pentagon und der KI-Firma Anthropic hat sich Rivale OpenAI eigenen Angaben nach mit dem US-Verteidigungsministerium auf die Verwendung seiner Software beim Militär geeinigt. «Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen», schrieb OpenAI-Chef Sam Altman auf der Plattform X. Pentagon-Chef Pete Hegseth repostete das Statement, ebenso wie der ranghohe Beamte Emil Michael.
Altman erläuterte weiter, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme. «Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen.» Weitere Details des Deals waren zunächst nicht bekannt.
Streit zwischen Pentagon und Anthropic eskaliert
Auf die beiden Sicherheitsprinzipien hatte auch OpenAI-Konkurrent Anthropic gepocht. Das Unternehmen wollte als Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär ihrem Chef Dario Amodei zufolge durchsetzen, dass die KI der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird.
Am Freitag eskalierte der Streit: Hegseth ordnete an, Anthropic als «Supply-Chain Risk to National Security», also als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit, einzustufen. Mit sofortiger Wirkung dürften Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen, schrieb Hegseth bei X. Anthropic solle dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem «besseren und patriotischeren» Anbieter zu ermöglichen.
Die Maßnahme erfolgte im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.
ChatGPT-Betreiber OpenAI und die Firma Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen.
Altman: Gleiche Bedingungen für alle KI-Unternehmen
In seinem Statement auf X rief OpenAI-Chef Altman das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten – «Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte». Man habe den Wunsch nach Deeskalation zum Ausdruck gebracht.
Er erklärte auch, dass OpenAI technische Schutzmaßnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die Modelle wie vorgesehen verhielten, was auch dem Wunsch des Ministeriums entspreche.
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748163/1
weitere Nachrichten
Schlagzeilen
Stars & Sternchen
Berlin | Deutschland kürt Teilnehmer für Eurovision Song Contest
Lifestyle & Freizeit
Köln | Nudelsalat trifft Spanien – Rezept mit Chorizo und Manchego
Lifestyle & Freizeit
Berlin | Deutschland kürt Teilnehmer für Eurovision Song Contest
Lifestyle & Freizeit
Garmisch-Partenkirchen | Vom Baumarkt in den Einsatz: Neuer Samstagskrimi im ZDF
Stars & Sternchen
Berlin | Deutschland kürt Teilnehmer für Eurovision Song Contest
Lifestyle & Freizeit
San Francisco | Größtes deutschsprachiges US-Filmfest feiert Mala Emde
NRW & die Welt
Kiew/London | Selenskyj: Bin im Krieg nicht der beste Vater
NRW & die Welt
El Alto | Mindestens 15 Tote bei Flugzeugunglück in Bolivien
Stars & Sternchen
Düsseldorf | Wo alles begann: Carpendale 60 Jahre auf der Bühne
Stars & Sternchen
Los Angeles | «Oh! Carol»-Sänger Neil Sedaka mit 86 Jahren gestorben
NRW & die Welt