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Leverkusen | Nullnummer reicht: Leverkusen steht im Achtelfinale

Rolf Vennenbernd/dpa | Piräus Mehdi Taremi (r) im Duell mit Leverkusens Robert Andrich.

Champions League

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen steht im Achtelfinale der Champions League. Im Play-off-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus reichte der Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand ein 0:0, um sich nach dem 2:0 im Hinspiel für die Runde der besten 16 Teams zu qualifizieren. Im Achtelfinale wartet entweder der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München oder der derzeitige Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal.

Hjulmand setzte nach der 0:1-Pleite bei Union Berlin wieder auf seine A-Elf. Im Vergleich zum Hinspiel rückte Jonas Hofmann für Ernest Poku auf den rechten Flügel. «Wir dürfen dem Gegner gar nicht die Gelegenheit geben zu glauben, dass sie zurückkommen können. Es gilt: da sein, da sein, da sein», sagte Hofmann vor seinem Königsklassen-Debüt in dieser Saison bei Amazon Prime. 

Schick sorgt früh für Gefahr

Frühe Akzente aufseiten der Werkself setzte vor allem der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel, Patrik Schick. Bereits in der 4. Minute strich ein Kopfball des Tschechen nach einer kurzen Eckball-Variante knapp am Pfosten vorbei. Zwei Minuten später missglückte ihm nach einem weiten Zuspiel von Alejandro Grimaldo ein Lupfer über den heraus geeilten Gästekeeper Kostas Tzolakis. 

Lautstark angetrieben von den 2.000 mitgereisten Gästefans, die – wie schon im Hinspiel in der griechischen Hafenstadt – Bayers Ballbesitzphasen wiederholt mit einem Pfeifkonzert begleiteten, ging Piräus früh ins Pressing. Gefährlich wurde es, als Aleix Garcia den Ball im eigenen Strafraum direkt in den Fuß des Gegners spielte - doch Gelson Martins versprang der Ball (28. Minute). 

Leverkusens Defensive im Vordergrund

Bayer 04 tat sich zunehmend schwer, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, und war vor allem defensiv gefordert. Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken ging die Werkself aber auch kein unnötiges Risiko nach vorn ein und verteidigte stattdessen engmaschig. Weil Piräus keine Mittel fand und die wenigen Unsicherheiten nicht ausnutzte, blieb es bis zu Pause eine chancenarme Partie.

Wenige Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit prüfte Gelson Martins mit einem Diagonalschuss aus der zweiten Reihe Bayer-Keeper Janis Blaswich, der den Ball aber sicher vom Tor weglenkte (50.). Wie auch in den ersten 45 Minuten waren die Hausherren um Ruhe bemüht und ließen den Ball zirkulieren, ohne aber ernsthaft ins finale Drittel zu kommen.

Grimaldo und Andrich treffen nur die Latte 

Währenddessen musste Hjulmand ein erstes Mal wechseln und Ibrahim Maza durch Poku ersetzen, nachdem Maza einen Schlag abbekommen hatte. Für den 20-Jährigen ging es nach der Auswechslung direkt in die Kabine. Auf dem Feld sorgte Grimaldo für die erste Chance in der zweiten Halbzeit, traf aber aus spitzem Winkel nur die Latte (62.) - die bis dato beste Gelegenheit der Partie.

Während die Heimfans im mit 30.210 Zuschauern ausverkauften Leverkusener Stadion ihr Team noch einmal mit lautstarken Gesängen antrieben, scheiterte auch Robert Andrich mit einem Kopfball nach einer Ecke am Aluminium (76.). Vor dem eigenen Tor blieb die Werkself-Defensive stabil und blockte sämtliche Torannäherungen des griechischen Meisters ab.

© dpa-infocom, dpa:260224-930-731329/1

Rolf Vennenbernd/dpa | Leverkusens Jonas Hofmann stand erstmals in dieser Saison in der Champions League auf dem Platz.