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Minden-Lübbecke: Kreistag stimmt mehrheitlich für MKK-Neubaupläne

Der Kreistag hat den Neubau eines Krankenhauses in Espelkamp und die Erweiterung der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen beschlossen. Das Ganze soll insgesamt 508 Millionen Euro kosten, 178 Millionen Euro davon kommen vom Land NRW. 

43 der 59 Mitglieder stimmten dafür 

Die AfD war dagegen und will die Krankenhausstandorte Lübbecke und Rahden erhalten. Auch Claudia Herziger-Möhlmann von der FWG hält die Neubaupläne der Mühlenkreiskliniken für unrealistisch:

Das Finanzierungskonzept geht davon aus, dass die Zinsen für diese große Investition durch Erlöse der Kliniken erwirtschaftet werden sollen und das ist nicht drin. Keine der Kliniken in Deutschland derzeit kann solche Erlöse nachweisen. Das bedeutet, dass im Endeffekt die Kommunen dann einspringen müssen und letztendlich der Bürger.

Bad Oeynhausens CDU-Bürgermeister Lars Bökenkröger unterstützt das Projekt:

Ich glaube, man hat hier einen Beschluss gefasst, der eben dauerhaft gewährleistet dass wir einen Gesundheitsstandort hier im Mühlenkreis haben und Gesundheit kostet auch Geld. Aber wir müssen auf die nächsten Jahrzehnte gucken, um unsere Gesundheitseinrichtung im gesamten Mühlenkreis zu stärken.

Eine Bürgerinitiative hat angekündigt, sich gegen den Beschluss zu wehren. AfD und die Freie Wählergemeinschaft wollen das unterstützen.